Lichtstimmung (Vignette als Stilmittel) E-Mail

schuhe1-smallDie Idee für dieses Bild kam ganz spontan: ich saß an meinem Schreibtisch, die Sonne schien durchs Fenster in meinen Flur und warf interessante Lichtspiele auf den Boden.

Dadurch wurden die Farben in diesem Bereich besonders betont und ich habe dieses Foto davon gemacht.

Beim späteren Entwickeln fiel mir dann auf, daß einige Details nicht ganz stimmig waren: der Bildausschnitt war zu groß; ich wollte daß die schräg verlaufende Kante des Läufers direkt aus dem Bild herausführt, statt oben abzuknicken und wieder nach unten zu führen. Und auf der Rauhfasertapete war eine störende Stoßkante zu sehen.

 

 

 

schuhe2-smallAlso habe ich den Bildausschnitt naträglich korrigiert und die Stoßkante mit dem Kopierstempel wegretuschiert.

Jetzt sah es schon stimmiger aus, aber irgendwie hatte das Bild noch nicht den Look, der mir eigentlich vorschwebte, als ich diese Szene bemerkt habe.

Ich habe dann verschiedene Sachen ausprobiert: Sepia-Tönung, Schwarz-Weiß, Farbsättigung reduziert, Kontrast abgeschwächt. War aber alles nicht das richtige.

 

 

 

 

 

schuhe3-smallSchließlich kam ich auf die Idee, das Ganze einzurahmen. Aber nicht mit einem plumpen Farbbalken, sondern durch eine künstliche Vignettierung (so nennt man die Randabschattung, die z.B. durch eine falsch dimensionierte Streulichtblende auftreten kann).

Vignettierungen sind in der Regel nicht besonders beliebt, aber wie man hier sieht kann man sie auch ganz gezielt als Stilmittel einsetzen.