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Im Allgemeinen achte ich bei Portraitaufnahmen von Frauen und Kindern schon auf eine eher weiche Darstellung, aber das ist auch schon alles.
Eine Beautyretusche wie in Hochglanzmagazinen ist natürlich auch möglich, aber weniger ist manchmal mehr. Wichtiger ist mir eher eine Beziehung zum Modell herzustellen, damit man möglichst unverkrampft an die Aufnahmen herangehen kann. Auftauchen, Kamera zücken, abdrücken und Tschüß ist da eine weniger gute Idee. Ein bißchen Zeit sollten da beide (Fotograf und Modell) schon mitbringen.
Dieses Bild meiner Schwester hat mich so ein bißchen an die Mona Lisa erinnert und das wollte ich dann durch ein bißchen Nachbearbeitung noch verstärken.
Ich habe also den Hintergrund ausgewählt, einen Weichzeichnungsfilter ("Matter machen") drübergelegt und als Füllmethode für diese neue Ebene "Negativ multiplizieren" gewählt. Dann noch ein wenig die Deckkraft angepasst, den Kontrast erhöht und die Augen nachgeschärft und das Bild rechts ist dabei rausgekommen.
Zugegeben, sieht ein bißchen extrem aus, aber mir gefällt es irgendwie. Ich mag halt Impressionen.
Das nächste Bild enstand nach einem langen Kinoabend,als ich unbedingt noch was mit dem Blitzreflektor ausprobieren wollte (und Schwesterchen muß dann leiden). Sie war schon hundemüde; der Schlafzimmerblick hier ist also echt. 
Irgendwie wollte ich hier die Augen noch ein bißchen betonen. Ich mußte also alle unnötigen Details ein bißchen aus dem Bild nehmen.
Viel war das ja nicht, aber die Falten auf dem Sweatshirt und der Knopf lenken schon ein bißchen vom Gesicht ab.
Dazu habe ich die Gradationskurve etwas angepasst, den Knopf retuschiert und dann auch gleich die Farbsättigung im Gesicht etwas zurückgenommen, damit es ein wenig natürlicher aussieht. Dann die Augen partiell mit dem Nachschärfen-Pinsel nachgezogen und das ist jetzt das Ergebnis.
Bei dem blauen Armband war ich mir erst nicht sicher, aber dann fand ich, daß es einen interessanten Kontrapunkt darstellt.
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