
| Wie sehr darf man Bilder nachbearbeiten? |
|
|
Schon lange vor der Fotografie gab es ja die Malerei. Und hätte damals ein Maler jeden Schönheitsfehler seiner zahlenden Kunden mit aufs Bild gebannt hätte er sich wohl schon bald nach einem anderen Job umschauen müssen. Oder denken sie an die Impressionisten wie Gaugin, Monet oder van Gogh. Die haben auch nicht 1:1 das gemalt was da war, sondern das, was sie darin gesehen haben. Es gibt Fotografen, die bevorzugen die 'Straight photography', also nehmen das Bild nur so, wie es aus der Kamera kommt. Ich wüßte nicht, warum ich ein Bild nicht nachträglich noch verbessern sollte... Allerdings halte ich es da meistens auch so wie bei gutem Make-Up: am besten ist es immer so, daß es gar nicht groß auffällt, aber daß es 'mit' einfach besser wirkt. Manchmal finde ich aber auch Motive, die mich packen, bei denen ich das Besondere an diesem Motiv herausarbeiten will. Der erste Schritt ist, mit der Kamera das Rohmaterial zu sammeln. Wie bei einem Holzschnitzer, der sich im Wald ein passendes Stück Holz um dann nur noch die störenden Elemente zu entfernen oder andere zu betonen. Und das ist es, wozu ich die Bildbearbeitung nutze; die ist quasi mein Schnitzmesser. Eins möchte ich betonen: ich bin kein Profi und sicher gibt es Leute, die das besser/effektiver hinkriegen. Ich würde daher auch nie sagen "so und nicht anders muß man das machen". Es sollen halt nur ein paar Anregungen sein, weniger eine Gebrauchsanleitung. Und falls jemand weiß wie es besser geht: ich bin immer bereit dazuzulernen, denn Stillstand ist Rückschritt und Lorbeerblätter mag ich nur im Eintopf Ein paar meiner Bilder und die Bearbeitungsschritte will ich hier im folgenden mal vorstellen... |
Beispielfotos
Diese Frage kommt oft auf, wenn es um Programme wie Photoshop geht und die Antwort ist eindeutig: wenn sie der Urheber sind so sehr wie es ihnen gefällt. Ob sie dann anderen noch gefallen ist wieder eine andere Frage.