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Derzeit sieht es bei mir Stativmässig noch ein bißchen bescheiden aus. Das alte Hama-Stativ kann ich für die D300 nicht mehr gebrauchen - es ist nicht stabil genug für das Gewicht einer so großen Kamera.
Manfrotto 680B:
Dieses Monopod (oder auch Einbein) bietet zwar nicht dieselbe Verwachlungsfreiheit wie ein Tripod (Dreibein), ist dafür aber auch leichter zu transportieren und insbesondere in Menschenmengen kommt man damit leichter durch.
Ich nutze es mit dem 2D Stativkopf 234RC (auch von Manfrotto) vorwiegend bei Low-Light Aufnahmen (nicht für Nachtaufnahmen, das geht mit einem Tripod besser) oder wenn ich bei schlechtem Licht vorhabe die lange Brennweite des 70-300ers auszunutzen.
Mit einem Monopod gute Aufnahmen zu machen ist nicht ganz so einfach, weil man dabei selbst die beiden fehlenden Beine eines Tripod ergänzen muß. Gute Stand- und Atemtechnik muß man sich erst selbst beibringen.
Ich habe auch schon billigere (ich sage extra nicht "preiswertere") Monopods gesehen, aber die kommen bei weitem nicht an die Stabilität des Manfrotto heran.
Manfrotto 190XPROB:
Logisch daß bei dem guten Eindruck meines Monopod auch das unvermeidliche Tripod wieder von Manfrotto sein sollte. Die Wahl war dann für mein Budget entweder das 055er oder das 190er. Anfangs hatte mich beim 190er die maximale Auszugshöhe von 146 cm abgeschreckt und ich hatte gedacht, damit nur 'auf halber Höhe' arbeiten zu können. Nachdem ich aber gelesen hatte daß selbst bei einer Körperhöhe von 1,80 noch genug Raum wäre (es kommt ja auch noch die Höhe des Kopfes und der Kamera selbst dazu) habe ich mich dann doch dafür entschieden.
Besonders reizvoll finde ich daran die einfach umlegbare Mittelsäule. Kein großes Gebastel: einfach Knopf drücken, Säule umlegen und schon hat man ganz andere Möglichkeiten. Da man die Stativbeine in 4 verschiedenen Positionen einrasten kann sind insgesamt auch bodennahe Aufnahmen kein Problem damit. Die Maximalbelastung von 5 Kilo reicht auch für eine komplette Kamera (mit 300er Tele, Blitz und Batteriegriff).
Nicht nur für Nachtaufnahmen eine feine Sache auch für Portraits kann ich es gut einsetzen um immer denselben Bildausschnitt zu haben. Insbesondere Gruppenportraits lassen sich damit leichter machen, weil man dann Gesichter aus den Einzelbildern leichter austauschen kann. (Je größer eine Gruppe desto höher die Wahrscheinlichkeit daß irgendwer gerade nicht hinsieht oder das Gesicht verzieht. In PSE kann man dann mehrere Fotos zu einem kombinieren)
Manfrotto 498RC2:
Als Kopf habe ich mich für einen Kugelkopf entschieden, weil man damit flexibler positionieren kann als mit einem 3-Wege Kopf. Der 498er kommt als Schmankerl mit einer Panorama-Ebene, d.h. ich kann die Kamera um den Mittelpunkt des Stativs kreisen lassen ohne die horizontale Ebene zu verschieben. Hilfreich für Panorama-Aufnahmen und das war mir den Mehrpreis wert (knapp 15 Euro mehr als ohne dieses Feature). Für den RC2 habe ich mich entschieden weil er als Schnellwechselplatte auch die PL200 nutzt, wie schon der Kopf von meinem Monopod. So kann ich bei Bedarf auch schnell zwischen diesen beiden Stativen wechseln ohne groß umbauen zu müssen.
Enjoyyourcamera Mini-RHS 2 + Mini IR 2B: IR-Fernauslöser System:
Natürlich kann man auch den Selbstauslöser verwenden um Nachtaufnahmen oder Selbstportraits zu schießen, aber mit einem Fernauslöser geht das schon genauer. Ich habe mich für dieses System entschieden da ich kein Kabel verwenden wollte und mit dem Versandhaus 'Enjoyyourcamera' eigentlich immer sehr gute Erfahrungen gemacht habe. (Vermutlich wird aber irgendwann noch ein zweiter Fernauslöser mit Timer hinzukommen, der kann dann ruhig kabelgebunden sein).
Interessant an diesem speziellen System fand ich die Möglichkeit, den Empfänger um 360° auf dem Blitzschuh zu drehen, so daß es völlig egal ist wo ich stehe wenn ich die Kamera auslöse.
Die Bedienung ist simpel: mit der roten F-Taste fokussiert man. Dann leuchtet am Empfänger eine gut sichtbare grüne Diode auf und man kann dann mit der Auslösetaste abdrücken. Auch Bulb-Aufnahmen sind möglich: mit der F-Taste fokussieren, Timer-Taste drücken, mitzählen (man kann sich dafür auch ein Tonsignal im Sekundentakt ausgeben lassen) und zum Schließen die Clear-Taste drücken.
Erst für wirkliche Langzeitbelichtungen im Minuten- oder Stundenbereich braucht man einen zusätzlicher Timer. Dafür nutze ich den MC36. Allerdings nicht von Nikon sondern als Nachbau von 'Meike'. Gibt es auch von Phottix, Apurture usw. Sehen alle komplett identisch aus und auch die Bedienung ist komplett identisch zum Pendant von Nikon. Während man allerdings für die Aufschrift 'Nikon' ca. 130.- Euro über den Tisch schieben muß habe ich für mein Modell nur knapp 50.- Euro bezahlt.
Dieser Fernauslöser bietet viele timergesteuerte Funktionen:
- Auslösung nach einer eingestellten Vorlaufzeit
- Intervallaufnahme
- Langzeitbelichtung
Vorlaufzeit und Intervall war mir nicht so wichtig; das kann ich bei der D300 auch so einstellen. Aber die Langzeitbelichtung (für die die Kamara dann in den Bulb-Modus gestellt werden muß) kann ich damit bequemer nutzen als mit dem Infrarot-Fernauslöser. Da müßte man nämlich die Sekunden mitzählen und das kann bei 4½ Stunden schon mal nervig werden . Weitere Highlights sind, daß der Fernauslöser auch nutzbar ist wenn die Batterien leer sind (dann aber nicht mehr mit Timer) und daß der Mittenkontakt nicht belegt und somit auch mit aufgesetztem Systemblitz nutzbar ist.
Auf dem Bild sieht man als Beispiel eine eingestellte Vorlaufzeit von 1 Stunde, 45 Minuten. Und ich habe eine Handschlaufe befestigt. Das Kabel ist nämlich 90 cm lang und so braucht der Griff nicht an der Kamera zu baumeln, sondern kann an einer Stativschraube aufgehängt werden.
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